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Engagement für Flüchtlinge auf Expansionskurs

Engagement für Flüchtlinge auf Expansionskurs

Veröffentlicht am 20. Februar 2017


Dank eines Förderprogramms des Landes kann die AWO-Wuppertal mit neuen Kollegen jetzt noch gezielter Integrationsarbeit leisten

Das wichtigste im Gepäck ist die Hoffnung. Hoffnung auf eine neue Existenz ohne Angst.

Doch die aufzubauen, es ist ein schwieriger Weg voller Hürden. Flüchtlingen den Weg dabei in eine Zukunft in Deutschland, in Wuppertal, zu ebnen, ist ein zentrales Anliegen der AWO. Dank eines Förderprogramms des Landes konnte der Kreisverband zusätzlich zu den bereits bestehenden Hilfsangeboten wie Migrationsdienst,
Integrationsagentur und dem EHAP-Projekt ‚Valponto’ drei neue Kollegen einstellen, die gezielt auf individuelle Probleme von Asylsuchenden eingehen.

AWO-Geschäftsführer Frank Gottsmann: „Mit Anna Smirnova, Issam Rtibi und Lisa Gouverneur als neue Mitarbeiter im Bereich ‚Soziale Beratung von Flüchtlingen’ stehen uns jetzt ergänzend kompetente Ansprechpartner für bürokratische und soziale Aspekte rund um das Asylverfahren zur Verfügung.“

Anna Smirnova direkt vor Ort in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen ‚Art-Hotel’ in Heckinghausen.
Sie kümmert sich dort um Fragen, die im Rahmen des Verfahrens auftauchen können. Ob zu den Etappen des Ablaufs oder wesentlichen Kriterien des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Anna Smirnova kennt die Antworten, ebenso, welche verantwortlichen Institutionen entsprechend der Probleme eingeschaltet werden können, um Lösungen zu finden.
Darüber hinaus ist sie zuständig für Beschwerden der Bewohner, die im Zusammenhang mit der Unterkunft stehen. Lisa Gouverneur und Issam Rtibi stärken die Flüchtlingsberatung in der AWO-Geschäftsstelle in der Friedrichschulstraße 15.

Jeweils montags und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 13.30 bis 16.30 Uhr und nach Terminvereinbarung außerhalb der regulären Sprechstunden informieren sie Menschen, die noch keinen Aufenthaltsstatus haben, zu Hilfsangeboten rund um das alltägliche Leben.

Beispielsweise welcher Arzt im Krankheitsfall konsultiert werden kann, wo und wie eine Wohnung
anmieten, welche staatlichen Leistungen in Anspruch genommen werden können, aber auch relevante Kriterien, die innerhalb des Asylverfahrens abgearbeitet werden müssen, werden von ihnen lösungsorientiert aufgegriffen.

„Das Engagement für Flüchtlinge wächst. Und das ist gut so.“ bilanziert Renate Warnecke. Die stellvertretende Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes ist selbst im Stadtteil Heckinghausen gern für die Menschen aktiv, die den Wunsch haben, sich hier eine neue Heimat aufzubauen.

„Vor Ort sind Ehrenamtliche und professionelle Fachkräfte gut verzahnt. Gemeinsam ist es uns unter anderem aktuell möglich, fast 20 Sprachkurse anzubieten, Familien und Einzelpersonen bei der Wohnungssuche zu unterstützen, Spenden zu rekrutieren, die es uns erlauben, die Situation der Flüchtlinge so zu gestalten, dass sie das haben, was zum Leben notwendig ist und vor allen aber auch spüren, dass sie willkommen sind.“

Eine zentrale Rolle nimmt hier das Cafè ‚Hier und Da’ ein. In Trägerschaft der GESA und mit Hilfe des Job-Centers an den Start gebracht und betrieben, hat sich die Einrichtung als wichtige Stütze im Geschehen etabliert, wo die Fäden von privaten, kirchlichen, lokalen und kommunalen Hilfsangeboten wie der der AWO, direkt auf die treffen, die sie benötigen.

„Flüchtlingen eine Perspektive geben, kann nur mit vereinten Kräften gelingen. Und so, wie das hier in Heckinghausen und bei der AWO insgesamt funktioniert, bin ich mir sicher, dass es uns gelingen wird, ein friedliches Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen, Kulturen und Weltanschauungen zu gestalten,“ ist sich Renate Warnecke sicher.