+49 (0)202 24577 - 0 info@awo-wuppertal.de

Menu
Eröffnung Cap-Markt

Eröffnung Cap-Markt

Veröffentlicht am 15. April 2016


„Lange gekämpft“

Mit der Eröffnung eines Cap-Marktes hat das Projekt „Altersgerechte Quartiersentwicklung“ eine wichtige Hürde genommen.
„Was lange währt, wird jetzt gut“ freut sich Ilse Köster, Vorsitzende des Bürgervereins Eckbusch.
Lange hat sie, gemeinsam mit Mitstreitern und Unterstützung von AWO-Quartiersentwicklerin Isabell Spahn, dafür gekämpft, dass wieder ein Nahversorger ins Quartier kommt und mit der Zusage der Behinderten-Werkstatt Proviel, im Sommer am Ringelbusch 9 einen Cap-Markt zu eröffnen, jetzt ihr Ziel erreicht.

In Kooperation mit Edeka soll dort auf einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern ein umfassendes Lebensmittelsortiment angeboten werden, ergänzt von einer Bäckerei mit kleinem Cafè. Für
Proviel-Geschäftsführer Christoph Nieder ist das Projekt eine spannende Herausforderung: „Mit dem Betrieb eines Supermarktes betreten wir eine neue Ebene, die unseren Mitarbeitern mit ihren
individuellen Handicaps eine tolle Möglichkeit der beruflichen Erprobung außerhalb des geschützten Werkstattbereichs bietet und ein wichtiger Baustein zur Inklusion behinderter Männer und Frauen in einen ganz normalen Alltag darstellt. Wird der Markt, es ist der erste dieser Art in Wuppertal, entsprechend von der Bevölkerung angenommen und somit die längerfristige Existenz des Projektes gesichert, ist vielen Menschen geholfen.“

Aktuell laufen die Planungen zum konkreten Innenausbau von Laden, Lager und Sozialräumen, parallel dazu werden 20 Mitarbeiter von Proviel für ihre neue Arbeitsstelle im Cap-Markt am Eckbusch qualifiziert. Passend zur Eröffnung soll auch die Parkplatzsituation vor Ort angepasst werden:
Ergänzend zu den acht Stellplätzen vor dem Markt wird hier von Seiten der Verwaltung im näheren Umfeld eine Kurzeitparkregelung auf einigen der bisherigen Dauerparkplätzen angedacht.
„Ein Nahversorger im Bezirk gehört zu den zentralen Aspekten des Projektes „Altersgerechte Quartiersentwicklung“.

Wenn ab Sommer wieder die Möglichkeit besteht, vor Ort einkaufen zu können, ist eine wichtige Hürde erfolgreich bewältigt worden“, so Isabell Spahn.
Die Cap-Märkte gehen auf eine Konzeption zurück, die 1999 in Süddeutschland entwickelt wurde: Nachdem dort in einem Ortsteil der letzte lokale Lebensmittelmarkt schloss, suchte der Geschäftsführer einer Gemeinnützigen Werk- und Wohnstätten GmbH nach einer Alternative für die Nahversorgung und entwickelte das Konzept der Märkte, die durch Integrationsfirmen betrieben werden und sowohl behinderte als auch nichtbehinderte Menschen beschäftigt. Inzwischen gibt es 106 Cap-Märkte in Deutschland.