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Jung und Alt gleichermaßen im Blick

Jung und Alt gleichermaßen im Blick

Veröffentlicht am 14. Juni 2017


Vorhandene Potentiale nutzen, ein Netzwerk aufbauen und Menschen dafür gewinnen, gemeinsam eine für alle Generationen geeignete Wohn- und Lebenstruktur zu schaffen, so plant Markus Roeser als AWO-Quartiersentwickler den Bezirk Höhe fit zu machen für die Zukunft

„Ich bin aktuell häufig vor Ort, suche den Kontakt zu politisch Verantwortlichen, zu aktiven Gruppen und Institutionen, zu den Bewohnern, bin dabei,
mir einen umfassenden Überblick zur strukturellen Situation insgesamt zu verschaffen,“ berichtet der Diplom-Raumplaner.

Im Februar ist er angetreten, um im Landesprojekt „Altengerechte Quartiersentwicklung“ verantwortlich die Fäden zu ziehen. Wie genau, für diese Feststellung lässt er sich noch Zeit. „Den Bereich Höhe so umzugestalten, dass er den Anforderungen möglichst vieler der über 5000 Bewohner gerecht wird und darüber hinaus besonders den Älteren ein langes selbstständiges Leben in ihren vier Wänden ermöglicht, das ist ein Prozess, in dem viele Faktoren eine Rolle spielen.
Und der nur gelingen kann, wenn viele dafür an einem Strick ziehen“ sagt der 30-Jährige. Und berichtet davon, dass er bereits mit Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD), Wolfgang Thronberens, Leiter der Offenen Tür Höhe, Quartiersmanagerin Katharina Thiel und weiteren
Verantwortlichen von örtlichen Institutionen konstruktive Gespräche führen konnte, bei denen sich die Handlungsfelder Wohnen, Versorgung,
Gesundheit sowie Gemeinschaft erleben und gestalten als zentral herausgestellt haben.

„Was bedeutet, es gilt eine bauliche und soziale Infrastruktur zu entwickeln, die den aktuell etwa 1000 über 65-Jährigen genau so gerecht wird wie den Bedürfnissen der weiteren Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, die sich aus vielen Nationen rekrutieren. Wobei die Wünsche und Anregungen der Quartiersbewohner eine wichtige Rolle spielen. Denn um einen Entwicklungsprozess anzustoßen, der die Lebens- und Aufenthaltsqualität von Jung und Alt gleichermaßen im Blick hat, müssen alle Generationen mit ins Boot.“ so Roeser. Er freut sich auf die Herausforderung, die vor ihm liegt.

„Ich weiß zwischenzeitlich, dass es im Quartier wie im Stadtteil Vohwinkel selbst unterschiedliche Vereine, Verbände und Privatpersonen gibt, die sich für eine positive Veränderung ihres Umfeldes und das ihrer Mitmenschen engagieren. Dieses Potential lässt sich nutzen, um mit weiteren Aktiven und Fachleuten der Stadt ein Netzwerk aufzubauen, das die vielfältigen Dimensionen der Altersgerechten Quartiersentwicklung Stück für Stück bewältigt. Und ich bin mir sicher, dass uns das gelingen wird,“ so Roeser optimistisch.

Dass dabei auch Konflikte auftauchen können, beispielsweise mit Wohnungsbaugesellschaften, die sich alles andere als vorbildlich um ihre Mieter kümmern oder Differenzen mit Menschen, die dem Projekt ablehnend gegenüberstehen, es kann seinen Optimismus nicht ausbremsen. „Ich habe während meines Studiums an der Technischen Universität Dortmund einige Semester in Ungarn absolviert und vor der AWO-Anstellung im Dortmunder Mieterbund gearbeitet.

Problemlösungsstrategien zu entwickeln ist mir somit wirklich nicht fremd,“ sagt er und lächelt.

Für weitere Informationen steht Markus Roeser unter Telefon 2457735 / Handy 0151 14843573 sowie im Internet unter roeser@awo-wuppertal.de zur Verfügung.