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Schulsozialarbeit – Etappensieg und Handbuch

Schulsozialarbeit – Etappensieg und Handbuch

Veröffentlicht am 20. Februar 2017


Ist die Bedeutung von Schulsozialarbeit für die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen unbestritten, sorgt die Finanzierung dieser wichtigen Arbeit für „Bauchschmerzen“ bei den Pädagogen vor Ort: Wird die Maßnahme vom Land nur von Jahr zu Jahr bewilligt, bietet das keine wirklich längerfristige Perspektive.

Vor dem Hintergrund, dass eine politische Entscheidung nötig ist, um Schulsozialarbeit dauerhaft als Stütze im Schulbetrieb zu etablieren, waren der Landtagsabgeordnete Dietmar Bell (SPD) und Wuppertals Sozialdezernent Stefan Kühn bereits im Herbst 2016 gefragt, im Rahmen einer Podiumsdiskussion vor etwa 120 betroffenen Kolleginnen und Kollegen dazu Stellung zu beziehen.

Unter der Moderation von Frank Gottsmann, AWO-Geschäftsführer und Sprecher des Wuppertaler Aktionsbündnisses für Schulsozialarbeit, unterstrichen beide die Notwendigkeit einer an den Bedürfnissen der Schüler orientierte fordernde und fördernde Begleitung außerhalb des Unterrichts, deuteten an, dass das Wuppertaler Modell der Schulsozialarbeit (Freie Träger, Stadt und Schule schließen gemeinsam einen Kooperationsvertrag) insgesamt richtungsweisend sein könnte. Und sagten zu, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einzusetzen, dass Schulsozialarbeit fest in den Statuten des Schulbetriebes verankert wird.

Erfreut zeigten sich Bell und Kühn über die Initiative des Aktionsbündnisses, ein Handbuch zu konzipieren, das ganz praktisch als roter Faden für die Schulsozialarbeit verwendet werden kann. Im Hinblick auf die Landtagswahl im Mai 2017 sagten die Politiker zu, eine Verpflichtungserklärung in den Haushalt aufzunehmen, die bei positivem Beschluss die Finanzierung, die für 2017 gesichert ist, auch für das Folgejahr bestätigt: Eine entsprechende Entscheidung ist Ende 2016 tatsächlich gefallen.

Zwei Jahre also brauchen sich die Kollegen an den Schulen keine Sorgen um ihre Stellen zu machen. Ein Etappensieg, bei dem allerdings nicht aus den Augen verloren werden sollte, dass der Weg bis zur dauerhaften Etablierung noch nicht zu Ende ist. Immerhin, das kämpferische Engagement des Wuppertaler Aktionsbündnisses (Horizont berichtete) hat Wirkung gezeigt und das werden die Aktiven in diesem Jahr mit Vertretern von Politik und Verwaltung, mit Schulen und Schülern feiern.

Wie? Das wird zum entsprechenden Zeitpunkt verraten.