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Zwischenfazit Quartiersarbeit – Die ersten Weichen gestellt

Zwischenfazit Quartiersarbeit – Die ersten Weichen gestellt

Veröffentlicht am 20. Februar 2017


Seit fast einem Jahr sind die AWO-Quartiersentwicklerinnen Kristina Klack und Kathrin Leppert in Heckinghausen aktiv.
Ihre Aufgabe: Gemeinsam mit Bewohnern, Vereinen und Institutionen daran zu arbeiten, die soziale und wirtschaftliche Struktur des Stadtteils auf ein zukunftsfähiges Fundament zu stellen. Ihre Bilanz?

„Als wir im Rahmen des Städtebauförderungsprogramm ‚Soziale Stadt’ im Februar 2016 hier an den Start gingen, haben wir Neuland betreten. Also war erst einmal eine Kennenlernund Sichtungstour angesagt. Dafür haben wir uns einige Monate Zeit genommen.“ berichtet Kristina Klack. Mit Menschen vor Ort, mit Vertretern der lokalen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Gruppierungen ins Gespräch kommen, wesentliche Defizite herausarbeiten, Interessen bündeln und Ziele anvisieren, es war und ist spannend wie aufmunternd. „Heckinghausen ist entwicklungstechnisch in den vergangenen Jahren nicht wirklich vorangekommen und offenbart entsprechend Handlungsbedarf.

Wohn- und Lebensbedingungen verbessern, die wirtschaftliche Basis stärken, das kulturelle und soziale Miteinander der vielen unterschiedlichen Nationen ausbauen, das sind die wesentlichen Herausforderungen. Dem gegenüber stehen, das merken wir in zahlreichen Gesprächen, immer mehr Bewohner, ob privat oder organisiert, die aktiv daran mitarbeiten wollen“ so Kathrin Leppert.

Einen wichtigen Meilenstein ihrer eigenen Arbeit markierte die Eröffnung des Quartiersbüros im Gebäude Heckinghauserstraße 196, im April: Seit dieser Zeit bieten Leppert und Klack dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr eine offene Sprechstunde an. Die von Bürgern und Bürgerinnen rege genutzt wird, um sich über Programm und Stand des Projektes ‚Soziale Stadt’ zu informieren, ebenso, um Ideen und Anregungen einzubringen.

Auch sind die Quartiersentwicklerinnen diesbezüglich, wie vor kurzem im Bürgerforum Heckinghausen, gern gesehene Berichterstatter. Einen wichtigen Impuls für das Engagement von Institutionen und ‚Einzelkämpfern’ liefert ein Verfügungsfond, der seit Juni mit einem Budget von über 50 000 Euro Akteuren die Realisierung von Projekten und Maßnahmen ermöglicht. „Geld für ihre Ideen – Gemeinsam Heckinghausen gestalten”, so lautet das Motto des Verfügungsfonds, zu dem aktuell noch Ideen gesammelt werden. Über deren Sinn und Machbarkeit dann ein Beirat entscheidet.

Dafür, dass das Quartiersbüro, vor allem bei Flüchtlingen und Schülern, stärker in den Focus des Interesses rückte, sorgte auch eine, wenn auch kleine, so doch richtungsweisende Maßnahme: Die Installation eines W-Lan-Routers, der im Radius von etwa 50 Metern einen freien Zugang zum World Wide Web ermöglicht, liefert besonders Menschen, denen aufgrund ihrer persönlichen Situation diese Brücke zur Welt nicht zur Verfügung steht, einen kostenlosen Zugang zum globalen Netz.

Fazit: Die elementare Analyse des Stadtteils ist für die Quartiersentwicklerinnen abgeschlossen. Konstruktive Maßnahmen wie die Förderung von baulichen Projekten, dazu gehört auch der Neubau eines Stadtteilzentrums, die Revitalisierung und neu Anlegen von Grünanlagen sowie sozial-präventive Interventionen, die Familien und Kinder im Quartier stärken, sind in Vorbereitung. „Die ersten Weichen zur Gestaltung eines lebens- und liebenswerten Heckinghausen sind gestellt und wir freuen uns darauf, gemeinsam mit vielen engagierten Menschen aus dem Stadtteil den Gedanken der ‚Sozialen Stadt’ Schritt für Schritt Realität werden zu lassen, so Klack und Leppert motiviert.